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Als ich mich einige Wochen nach dem Abi im Flieger nach Costa Rica befand, ahnte ich noch nicht auf was ich mich da eingelassen hatte. Doch mit jedem Moment des Begreifens liebte ich es mehr.

Jede und jeder hat Erwartungen, mit denen man in ein solches Jahr startet ? und am Ende kommt sowieso alles anders.

Ich habe in einem Kinderheim für Jungs im Alter von ca. 5 ? 15 Jahren gearbeitet und dadurch ganz neue Eigenschaften an mir entdeckt. Es wäre gelogen zu sagen, dass die Arbeit nicht auch mal frustrierend sein kann, aber der Erfolg einem Kind lesen beigebracht zu haben, wiegt einiges auf.

Abgesehen vom Umgang mit Kindern (und das auch noch auf Spanisch) habe ich während meines Jahres dort noch unglaublich viel mehr gelernt - über das Land und die Leute, über mich selbst und generell einfach eine neue Art, die Welt wahrzunehmen.

Besonders das Leben in der Gastfamilie gewährt tiefe Einblicke in die Kultur eines Landes und gleichzeitig in die individuelle Lebenswelt einer Familie, das ist ein sehr großes Geschenk.

Doch statt euch hier einen detaillierten Einblick in die ?Tico?-Kultur zu geben, möchte ich lieber eins loswerden: Egal, von welchen Erlebnissen ich jetzt berichte, Worte werden dem sowieso nicht gerecht.

Nur so viel: Costa Rica ist ein wunderschönes Land, das sieht man auf den ersten Blick. Es ist laut und es ist bunt und manchmal ist es leise und ruhig. Es gibt heiße Strände und es gibt kalte Berge. Vielleicht wohnen dort die glücklichsten Menschen der Welt aber vielleicht sagen Studien nicht immer die ganze Wahrheit über die Realität eines Volkes. Kurzum: Costa Rica ist so kontrastreich und vielfältig wie die Welt - und auf jeden Fall einen zweiten Blick wert.

Ich bin unglaublich dankbar für all das.